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Das Problem mit den Problemen – Champagne Problems

Probleme - Das Problem mit den Problemen
Geschrieben von Redaktion

Champagne Problems

Ein voller und zugleich leerer Schrank. Schlechte Klausurergebnisse. Ärger mit FreundInnen und Familie. Unzufriedenheit mit Aussehen und Gewicht.

Champagne Problems

Von außen betrachtet alles Champagne Problems. Champagne Problems, ein Ausdruck, der einerseits zutrifft, denn ja ich lebe privilegiert sonst könnte ich mir über so lapidare Sachen nicht den Kopf zerbrechen und sie vielleicht nicht einmal als Probleme wahrnehmen. Doch trotzdem verzweifle ich an vielem, weine und sehe teilweise keinen Ausweg. Jeder Mensch hat Probleme – wie viel Kraft und Gedanken er für einzelne aufbringen kann, hängt von einem nicht unerheblichen Teil von sozialen Umständen ab.

Erstellt man eine Probleme-Liste und sortiert Probleme nach ihrer objektiven Priorität und Schwere, wird man feststellen, dass Champagne Problems existieren. Probleme über die sich ein großer Teil der Menschen keine Gedanken machen kann, da sie sich mit existenziellen und überlebenswichtigen Problemen auseinandersetzen müssen. Das Problem daran ist, dass Probleme nicht objektiv einzuordnen sind. Sie betreffen einen persönlich, involvieren Emotionen. Sie sind auch, wenn sie weniger schwerwiegend als andere sind oder erscheinen, nicht prickelnd wie Champagner und absolut legitim.

Probleme sind menschlich.

Jeder hat sie. Egal in welcher Position man sich befindet. Sobald wir eines gelöst haben, kommt das nächste schon um die Ecke gebogen. Wir sind dagegen machtlos. Der Punkt ist – wir werden es nie schaffen keine Probleme zu haben, denn wenn sie uns nicht finden, finden wir sie. Es gilt deshalb nicht auf den Zeitpunkt zu warten bis all unsere Probleme gelöst sind, denn dieser wird nie kommen. Wir müssen lernen mit dem Gedanken zu leben stets Probleme zu haben und dass wie wir mit ihnen umgehen uns zu den Menschen machen, die wir sind und sein wollen. Auch wenn wir durch unsere Handlungen nicht unbedingt Probleme lösen können, haben wir doch die Macht durch unsere Entscheidungen zu beeinflussen wie wir mit ihnen umgehen. Wenn wir wissen, dass wir alles versucht haben, können wir stolz auf uns sein.

Wenn wir überfordert waren und es sich anfühlt als hätten wir falsch gehandelt oder nicht ausreichend gegeben, können wir daraus lernen. Es ist ein vielleicht lebenslanger Prozess Akzeptanz dafür zu entwickeln, dass man im Leben in Situationen gerät, in denen man nicht zufrieden mit seiner Leistung oder Entscheidungen ist. Die Kunst liegt darin sich nicht dafür zu verurteilen und in seinem Selbsthass zu ersticken, sondern die Situationen so hinzunehmen wie sie sind, zu sich zu stehen und das Beste daraus zu machen.

Theoretisch klingt es leicht, nur Worte – die Umsetzung eine lebenslange Herausforderung. Für jeden einzelnen. Denn auch dieses Problem ist menschlich. Und jeder hat es.

Beitrag von Marie H.

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