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Promotion: Voraussetzungen, Dauer und Finanzierung

Promotion: Voraussetzungen, Dauer und Finanzierung / doctorate
Geschrieben von Redaktion

Wie gut muss ich in meinem Studium gewesen sein, um promovieren zu können? Reicht der Bachelor oder muss ich schon den Mastertitel in der Tasche haben? Wie viel Zeit muss ich einplanen und wie viel kostet mich der ganze Spaß eigentlich? Fragen über Fragen zur Promotion, die du im Vorfeld abklären solltest.

Voraussetzungen für die Promotion

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An dieser Stelle soll noch einmal daran erinnert werden, wie wichtig die persönlichen Beweggründe für eine Promotion sind. Deine eigene Motivation bildet die Basis für eine gute Abschlussnote und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass du vorzeitig abbrichst. Falls du also überlegst, einen Doktor zu machen, solltest du dir für die Entscheidung genügend Zeit lassen und überlegen, ob du mit der hohen Arbeitsbelastung umgehen kannst.

Um dich überhaupt für die Promotion anmelden zu können, brauchst du einen weiterführender Studienabschluss wie Master, Magister, Diplom oder Staatsexamen in dem Fach, in dem du promovieren möchtest. Nur in seltenen Fällen werden Absolventen mit einem Bachelor-Abschluss zur Promotion zugelassen. Oft erst nachdem sie eine Eignungsprüfung bestanden haben. Doch egal ob Bachelor, Master & Co.: Ohne eine überdurchschnittlich gute Abschlussnote wirst du nicht ins Promotionsprogramm aufgenommen. Die Hochschulen suchen sich ihre Promovenden sehr gründlich aus und lassen nicht jeden zur Doktorarbeit zu. Je nach Hochschule und Fachrichtung können sich die Promotionsvorschriften nochmals deutlich voneinander unterscheiden. Am besten ist es also, wenn du dich selbst bei deiner Universität über die Aufnahmebedingungen informierst.

Nicht zwingend vorgeschrieben, aber wärmstens zu empfehlen ist es, dir einen Doktorvater oder eine Doktormutter zu suchen, der/die dich auf dem Weg zur Promotion begleitet und bei Problemen weiterhelfen kann. Die meisten Promovierenden wenden sich dabei an Professoren, die sie bereits aus ihrem Studium kennen und die sich gut mit dem Thema ihrer Doktorarbeit auskennen.

Dauer der Promotion

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Eine Doktorarbeit schreibt sich nicht von selbst und schon gar nicht einfach so nebenbei. Bereitest du dich gerade auf deine Promotion vor, solltest du dir bewusst machen, dass sie mehrere Jahre deines Lebens in Anspruch nehmen wird. Im Schnitt sitzen Promovenden 4 bis 5 Jahre an ihren Dissertationen, oft dauert die Promotionsphase noch länger. Besonders Ambitionierte, die nebenbei keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen, schaffen es immerhin in 2 Jahren. Doch diese machen eine sehr kleine Prozentzahl aus. Im Großen und Ganzen kannst du davon ausgehen, dass sich deine Doktorarbeit länger hinziehen wird, als du es im Vorhinein abschätzen kannst. Das solltest du vor allem bei der Finanzierung deiner Promotion bedenken.

Finanzierung der Promotion

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An der Uni

Die wohl beste Art, dich während der Promotionsphase über Wasser zu halten, ist, an deiner Hochschule als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu arbeiten. Zwar gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Doktorandenstellen, doch diese bieten einige Vorteile. Du nimmst an Forschungsprojekten teil und bereitest Vorlesungen für deinen Professor vor – hältst diese manchmal sogar selbst. Administrative Aufgaben gehören ebenfalls zu deinen Pflichten. Im Allgemeinen verdienst du als universitäre Hilfskraft ganz gut, doch dieser Job ist auch mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Du solltest aufpassen, dass du dabei dein Ziel nicht aus den Augen verlierst – nämlich deine Promotion.

Im Unternehmen

Noch schwieriger an Land zu ziehen sind Promotionsstellen in Unternehmen. Diese werden nur dann vergeben, wenn das Promotionsthema einen direkten Nutzen für die Firma hat, was beispielsweise in den Bereichen der Natur- und Wirtschaftswissenschaft oder Technik der Fall sein kann. Die Förderung durch das Unternehmen kann dabei ganz unterschiedlich ausfallen. Entweder fördert der Betrieb die Doktorarbeit direkt durch ein Forschungsstipendium oder er bietet dem Promovenden eine Stelle an. Diese ermöglicht es ihm selbst Geld zu verdienen und nebenbei die Dissertation anzufertigen.

Durch ein Stipendium

Wer sich nicht zu sehr von seiner Doktorarbeit ablenken lassen will und in seiner bisherigen Laufbahn mit überdurchschnittlich guten Noten glänzen konnte, der sollte sich für ein Promotionsstipendium bewerben. Es gibt zahlreiche Begabtenförderungswerke, Forschungsgesellschaften und staatliche Fördereinrichtungen, die besonders vielversprechenden Doktoranden finanziell unter die Arme greifen. Ein Stipendium kommt vor allem dann in Frage, wenn das Promotionsthema viel Potenzial hat und einen wichtigen Beitrag für die Wissenschaft leisten könnte.

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