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Induktiv und deduktiv, qualitativ und quantitativ: Welche Forschungsmethode passt am besten zu meiner Abschlussarbeit?

Forschungsmethode für die Abschlussarbeit auf StudiBlog
Geschrieben von Redaktion

Bei der Abschlussarbeit – sei es Bachelor, Master oder auch das Staatsexamen – spielt die wissenschaftliche Herangehensweise bekanntlich eine große, wenn nicht gar eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Endnote. Doch scheiden sich gerade in Bezug auf die Frage, welche (empirische) Forschungsmethode die vermeintlich beste ist, häufig die Geister. Wann empfiehlt sich beispielsweise eine deduktive Herangehensweise? Wann sollte man stattdessen lieber induktiv forschen? Und worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen einer qualitativen und einer quantitativen Herangehensweise? Um diese und weitere Fragen bezüglich der passenden Forschungsmethode zu klären, vergleichen wir die verschiedenen Ansätze im nun folgenden Artikel miteinander und zeigen darüber hinaus, in welchen Punkten sie sich voneinander unterscheiden.

Sobald die Abschlussarbeit ansteht, stellt sich für viele Studenten die Frage, wie sie ihrer Thesis einen möglichst hohen wissenschaftlichen Mehrwert verleihen können – nicht zuletzt da der Methodenteil der Abschlussarbeit bekanntlich stets wissenschaftlich begründet werden muss. Hier stehen den Studenten verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die sich je nach Forschungsfrage, dem gewählten Themengebiet und dem aktuellen Stand der Forschung zum Teil jedoch sehr deutlich voneinander unterscheiden können. Gleiches gilt aber natürlich auch in Bezug auf die konkrete Herangehensweise bei der Forschung beziehungsweise bei der Erhebung forschungsrelevanter Daten. Gut zu wissen: Welche der verschiedenen Methoden (klassische Online-Umfrage, Fachinterviews, ausführliche Beobachtungen samt Forschungsanalyse, Gruppendiskussionen etc.) potentiell am besten geeignet ist, hängt in der Hauptsache von dem Thema der Abschlussarbeit ab.

Induktiv und deduktiv forschen – worin liegen eigentlich die Unterschiede? 

Wenn es um die empirische Forschung geht, stehen den Studenten grundsätzlich zwei Möglichkeiten respektive zwei unterschiedliche Herangehensweisen zur Auswahl: induktiv und deduktiv. Doch bevor man sich für eine der beiden Forschungsarten entscheiden kann, gilt es im ersten Schritt zu verstehen, worin sich der deduktive Ansatz von dem induktiven unterscheidet. Bei der induktiven Argumentation stellt der Student anhand seiner bislang erlangten Forschungsergebnisse eine eigene Theorie zu dem gewählten Thema auf, während man bei der deduktiven Forschung eine bereits bestehende beziehungsweise geltende Theorie anhand der eigenen Forschung auf ihre Durchführbarkeit und den Wahrheitsgehalt hin überprüft. Dementsprechend unterscheidet sich natürlich auch der allgemeine Ablauf der Forschung.

Bei der deduktiven Forschung gilt es zunächst das eigentliche Forschungsthema zu definieren, die bestehende Theorie aufzuzeigen und kurz zu erläutern. Im nächsten Schritt muss eine Hypothese festgelegt werden, die dann anhand einer ausführlichen Datenerhebung (beispielsweise durch eine Umfrage) entweder bestätigt oder widerlegt wird. Bei der induktiven Herangehensweise beginnt man ebenfalls mit der Definition eines Forschungsthemas – doch bevor man hier eine Hypothese festlegen kann, müssen neben der Datenerhebung außerdem noch verschiedene Beobachtungen durchgeführt und anschließend dokumentiert werden. Erst danach lässt sich eine Theorie aufstellen, die dann als Dreh- und Angelpunkt der Thesis fungieren kann. Tipp: Wer sich unsicher ist, welche Forschungsart am besten zu der gewünschten Herangehensweise passt, sollte sich ausführlich von dem zuständigen Professor respektive Tutor beraten lassen.

Qualitative und quantitative Forschungsmethoden: Was bedeutet das genau?

Bei der Frage, welche der verschiedenen Forschungsmethoden potentiell am besten zu dem gewählten Thema der Abschlussarbeit passt, gilt es im ersten Schritt herauszufinden, worin sie sich grundsätzlich unterscheiden. Bei der sogenannten qualitativen Methode geht es in der Hauptsache darum, neue Erkenntnisse im Bereich der gewählten Forschungsfrage zu gewinnen. Dazu konzentriert sich der Student hauptsächlich auf die konkreten Inhalte der verschiedenen Forschungsbeispiele, um diese interpretativ auszuwerten zu können. Die qualitative Forschungsmethode eignet sich also dementsprechend vor allem für die induktive Forschung – mit dem Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse ausführlich zu beschreiben. Gut zu wissen: Für diese Herangehensweise können unter anderem Beobachtungen, Interviews und Gruppendiskussionen genutzt werden.

Die quantitative Methodik, die sich hauptsächlich mit Zahlen, Daten und Fakten beschäftigt, kommt hingegen häufig bei der deduktiven Forschung zum Einsatz. Wichtig: Damit die quantitative Methode funktioniert, ist vorab eine ausführliche Recherche unabdingbar – da nur auf diesem Wege aus der anfänglichen Fragestellung eine aussagekräftige Hypothese entwickelt werden kann. In der Regel werden dazu verschiedene Experimente und Tests durchgeführt, mit denen sich die Forschungsergebnisse dann verifizieren beziehungsweise falsifizieren lassen. Zu den Methoden, die in Bezug auf die quantitative Forschung am häufigsten verwendet werden, gehört vor allen Dingen die sogenannte standardisierte Befragung (die meist im Rahmen einer Online-Umfrage stattfindet) und die darauf folgende statistische Auswertung der erlangten Ergebnisse.

 

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