Studibeiträge

Warum manche Jungs wie Pflaster sind

Pflaster Streetart
Geschrieben von itswaypastmybedtime

Wir haben uns weh getan. Fühlen uns schlecht und angeschlagen. Vielleicht in unserem Stolz gekränkt, dass wir hingefallen sind und uns das Knie (das metaphorisch für das Herz steht) aufgeschlagen haben. Dabei sind wir doch schon so geübt im Laufen und keine kleinen Kinder mehr.

Peinlich ist das – finden wir.

Nachdem wir ein bisschen geheult und uns selbst bemitleidet haben, wird es Zeit uns selbst zu verarzten und verarzten zu lassen. Die Blutung zu stoppen und weitere Infektionen zu vermeiden. Es wird Zeit für ein Pflaster.

Meistens hat man auch noch eines irgendwo im Medizinschrank im Bad oder in einer Lade liegen an das man sich dann in solchen Situationen erinnert. Man humpelt dorthin und beginnt nach ihm zu kramen. Nach dem Pflaster. Holt es heraus, betrachtet es noch kurz prüfend, ob es noch zu gebrauchen ist und zieht ihm dann mit einem Ruck die Schutzfolie ab, um es auf die schmerzende, verwundete Stelle zu kleben.

Erste Hilfe wäre geleistet. Der Heilungsprozess kann damit beginnen. Das Pflaster schütz uns, hindert uns daran wieder in der Wunde herum zu bohren oder sie erneut aufzureißen. Es versperrt auch die Sicht auf das, was sich darunter verbirgt. Es ist nützlich und funktionell.

Meistens aber nicht besonders aufregend. Es sei denn, sie kommen in Disney Ausführung.

Manche Jungs sind wie Pflaster, glaube ich. Wir brauchen und ‚verwenden‘ sie nur in bestimmten Situationen in unserem Leben. Meistens als (Trost-)Pflaster. Abgesehen von den moralischen Bedenken, die man deswegen jetzt haben könnte, möchte ich aber auch noch auf etwas Anderes hinweisen:

Kein Pflaster sollte man zu lange tragen, denn dann unterstützt es den Heilungsprozess nämlich nicht mehr, sondern verhindert oder sabotiert diesen sogar.  Die Haut wird schrumpelig und riecht schlecht. Neue kann nicht nachwachsen und die alte Wunde bleibt viel länger offen als sie es eigentlich müsste.

Pflaster schützen zwar, nehmen aber auch die Luft zum Atmen. Und die Haut, die Wunde muss atmen. Irgendwann. Deswegen schnell mal abziehen und entsorgen den Jungen…äh – das Pflaster. Am Besten mit einem Ruck. Langsames Lösen ist grausam.

Bild: flickr, ©liborius

Über den Autor/die Autorin

itswaypastmybedtime

Ich bin eine kleine, über Berge hüpfende und dabei Edelweiß-Lieder singende (naaaa wer erkennt die Sound of Music reference?) Student-in des Alpenlandes die sich irgendwann mal hier her verirrt hat und jetzt wie Alice Gefallen am Wunderland gefunden hat. Ich schreibe über alles und nichts. Dinge die mir so passieren, Gedanken die ich in Worte fassen will oder die ein oder andere große Weisheit die ich in meinem jungen Leben schon kapiert hab und großzügig mit euch übrigen unwissenden und herumdümpelnden Mit-20ern teile ;-)

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